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Wien

:: zwischen Ästhetik und Verstümmelung

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Weibliche Genitalkorrekturen-zwischen Ästhetik und Verstümmelung
Experten bei Fachtagung in Wien besorgt über neuen Trend in der Schönheitschirurgie

Rund 150 ExpertInnen haben heute mit großem Interesse die Fachtagung im Krankenhaus Rudolfstiftung verfolgt. Dabei zeigte sich eine gemeinsame Besorgnis über den jüngsten Trend in der Schönheitschirurgie, weibliche Genitalkorrekturen. "Über das Internet, die Werbung und Medien werden Normvorstellungen produziert, die nicht der Realität entsprechen. Deshalb gilt es, einer Verunsicherung von Frauen und Mädchen entgegenzuwirken und ihr Selbstbewußtsein zu stärken", so die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely. ****

"Die Folgen dieser Normen lassen sich an der steigenden Zahl essgestörter Menschen, den immer häufigeren Schönheitsoperationen und jetzt auch im bedenklichen Trend zur Designer-Vagina ablesen", meint die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger. "Eine intensive sexualpädagogische Aufklärung tut hier not. Außerdem muss intensiv über die möglichen Risiken einer weiblichen Genitalkorrektur aufgeklärt werden", meint Wimmer-Puchinger.

Auch von Seiten der plastischen Chirurgie selbst wird das Thema Designer-Vagina sehr kritisch aufgenommen. So macht Univ. Prof.in Dr.in Maria Deutinger, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie eindeutig klar: "Aus plastisch-chirurgischer Sicht sind sogenannte Schönheitsoperationen in diesem Bereich abzulehnen und es sollte die Operation nur bei manifesten Beschwerden durchgeführt werden." Ansonsten können Probleme auftreten, von Nachblutungen, schmerzhafte Narben und massive Beeinträchtigungen des Sexuallebens.

Weitere Vorschläge und Empfehlungen der Experten aus der plastischen Chirurgie, Gynäkologie, Sexualmedizin und Psychologie für eine kritische Hinterfragung von weiblichen Genitalkorrekturen sind eine psychologische Beratung der Patientinnen vor einem eventuellen Eingriff, sowie eine sexualmedizinische Ausbildung, die im Rahmen des Medizinstudiums verankert werden soll.

Wiener Programm für Frauengesundheit
Leitung: Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger
3., Guglgasse 7-9
Tel: 4000 - 66773
Fax: 4000 - 99 - 66110
E-Mail: frauengesundheit@fsw.at
Web: www.frauengesundheit-wien.at

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