:: UNHCR: "Globale Asyldynamik verändert sich"
UNHCR: "Globale Asyldynamik verändert sich"
Die Asylanträge in den Industrienationen ist deutlich gesunken. Die USA ist das Land mit den meisten Asylanträgen, Österreich liegt auf Platz zehn.
Die Anzahl von Asylsuchenden ist in den Industrienationen im Vorjahr weiter gesunken. Im Vergleich zum Beginn des Jahrtausends hat sich die Zahl beinahe halbiert, belegt die am Montag veröffentlichte UNHCR-Asylstatistik. Auch in Österreich ist ein Rückgang der Asylanträge seit 2009 zu beobachten. Asylsuchende aus Serbien, inklusive Kosovo, und Afghanistan bilden die größte Gruppe der Asylsuchenden. Die USA verzeichnete zum fünften Mal in Folge die meisten Asylanträge.
Erhoben wurde in der Statistik die Anzahl von Asylanträgen in 44 Industrienationen, die positive oder negative Erledigung der Anträge wurde dabei nicht miteinbezogen. Insgesamt wurden letztes Jahr 358.000 Asylanträge gestellt, das entspricht im Vergleich zu 2009 einem Minus von fünf Prozent. Verglichen mit den Antragszahlen Anfang 2000 ist ein Rückgang von 42 Prozent zu verzeichnen. Im Jahr 2001 wurde mit 620.000 Asylanträgen der Spitzenwert des vergangenen Jahrzehnts erreicht.
"Die globale Asyldynamik verändert sich", so UN-Flüchtlingshochkommissar Antonio Guterres. "Wir müssen nun erforschen, ob sich dieser Rückgang auf Faktoren in den Herkunftsländern zurückführen lässt oder auf eine restriktivere Migrationskontrolle in den Asylländern."
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