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:: 61. Städtetag: Arbeitskreis Integration postuliert Chancengleichheit

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61. Städtetag: Arbeitskreis Integration postuliert Chancengleichheit

St.Pölten (OTS) Unter dem Titel „Querschnittsthema, Chefsache oder bloße Rhetorik“ widmete sich der Arbeitskreis Integration beim 61. Städtetag in St. Pölten unter anderem der veränderten Wahrnehmung von Integration sowie der damit verbundenen  Beeinflussung der politischen Debatte.

Frank Gesemann vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) definierte in seinem Vortrag  kommunale Integrationspolitik in Deutschland als eine „Vielzahl unterschiedlicher Handlungsfelder“, darunter Sprachförderung, Arbeitsmarkt- und Bildungsintegration, Sozialarbeit, Kulturförderung etc. Beträchtliche Anstrengungen würden besonders im Schul- und Freizeitbereich unternommen. Die Zukunft von Kommunen hänge aber auch davon ab, inwieweit mit Migration verbundene Potenziale genützt werden könnten. Die Integration auch von Menschen mit besonderen Qualifikationen sowie Offenheit und Toleranz würden zunehmend als Schlüsselfaktoren für die Attraktivität von Kommunen gesehen. Integration sei damit eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, diesbezügliche Erfolge sollten überprüfbar sein und gemessen werden. Notwendig sei zudem eine Bestandaufnahme kommunaler Integrationskonzepte um eine Zwischenbilanz zu ermöglichen und weitere Entwicklungsschritte zu setzen.

Gleichberechtigte Teilnahme an sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Rechten und damit verbundener Pflichten sowie die Akzeptanz eingewanderter Menschen auf gleicher Ebene sah August Gächter vom Zentrum für Soziale Innovation als zentrale Punkte. Kompetenz bei diesem Thema bestehe auch darin, sich an Fakten zu orientieren, nicht an Gerüchten. Einwanderung sei zudem nur ein kleiner Teil des Integrationsthemas, seitens der Verwaltung solle man sich nicht von einem Teilaspekt ablenken lassen. Ähnlich der Zugang von Bernhard Perchinig (Forschungsplattform Human Rights in the European Context), auch er bemängelte, dass Integration immer im Zusammenhang mit Einwanderung gebraucht werde.

Ebenso als klassische Querschnittsmaterie sah Peter Webinger (Innenministerium) das  Thema. Es sei aber von zentraler Bedeutung, Fakten offen und ehrlich auszusprechen. Integration sei ein wechselseitiger Prozess, es gelte gegenseitig die Bedürfnisse der Mehrheitsbevölkerung und der zugewanderten Bevölkerung zu berücksichtigen.  Angesichts der demographischen Entwicklung werde Integration das Zukunftsthema werden. Webinger forderte die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur Integration, auch seitens NGOs, Ländern und Sozialpartnern.

Der 61.  Österreichische Städtetag wird morgen, Freitag, fortgesetzt.

Mehr Informationen unter: www.staedtetag.at

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