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Wien

:: Wien - Stadt der Wildbienen

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Neuer Folder der Wiener Umweltschutzabteilung über die Bedeutung und den Schutz der Wildbienen in der Millionenstadt

Es ist ein vertrautes Geräusch für alle Naturliebhaber, die die ersten Frühlingssonnenstrahlen in der Natur genießen: Das Summen der Bienen, sobald ersten Blüten auf den Wiesen und in den Gärten sprießen. Was weniger bekannt ist: Rund 700 verschiedene Wildbienenarten leben in Österreich, etwa 500 davon sind auch in Wien heimisch, wie z. B. die Holzbiene, die Steinhummel oder die Blattschneiderbiene. Wildbienen sind für die Bestäubung unserer Nutzpflanzen extrem wichtig. Sie fliegen - im Gegensatz zur Honigbiene - auch bei kälterem Wetter und sichern so die Ernte. Was Wildbienen brauchen, um sich wohlzufühlen, wie sie leben und warum auch Wildbienen unseren Schutz benötigen - das und vieles mehr erfährt man im neuen Folder der Wiener Umweltschutzabteilung, "Wildbienen in Wien"

Wildbienen sind friedliche Vegetarier

Weltweit gibt es etwa 20.000 bis 30.000 Bienenarten. Manche sind nur wenige Millimeter klein, manche hummelgroß. Unterschiede gibt's genug, gemeinsam sind ihnen aber folgende Merkmale: Wildbienen ernähren sich ausschließlich vegetarisch, z. B. von Pollen und Nektar, haben zwei durchsichtige Flügelpaare und eine "Wespentaille". Nur die Bienenweibchen haben einen Stachel. Wildbienen sind friedlich und stechen nur in äußerster Not, denn ein Stich könnte ihren Tod bedeuten.

Wildbienen bevorzugen heimische Pflanzen

Wildbienen brauchen Blüten, und zwar vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst. Forsythien, Pelargonien und andere "Exoten" bieten für Wildbienen keine Nahrung. Heimische Pflanzen, unter denen sich auch viele herkömmlich als "Unkraut" bezeichnete Pflanzen befinden, sind Hauptnahrungsmittel für die Wildbienen. Werden Wiesen nur zwei Mal im Jahr gemäht und auf chemische intensive Düngung verzichtet, entwickelt sich eine Blumenwiese, auf der Wiesensalbei, Glockenblumen und Hahnenfuß prächtig gedeihen. Heimische Wildgehölze, aber auch heimische Obstbäume oder Beerensträucher erfreuen mit ihrem Blütenreichtum nicht nur die Wildbienen, sondern auch die GartenbesitzerInnen. Darüber hinaus bieten heimische Sträucher Vögeln und vielen Kleintierarten Nahrung und Lebensraum.

Verzicht auf Chemie im Garten

Was nützen alle Anstrengungen, wenn die Insekten selbst oder ihre Nahrungspflanzen mit der "chemischen Keule" verfolgt werden. Wichtig ist also: Verzicht auf Insektenbekämpfungsmittel! Sogenannte "Unkräuter" sind wichtige Futterpflanzen für die Wildbienen.

Nisthilfen für Wildbienen

Wildbienen benötigen nicht viel: Wärme, Wildblumen und eine Wohnung, dies aber auf möglichst engem Raum, weil sie nur kurze Strecken fliegen können. In Hohlräumen, Erdlöchern, Mauerspalten oder Pflanzenstängel richten sie ihre Brutkammern ein. Wer den Bienen bei der "Wohnraumbeschaffung" helfen will, kann dies schon mit einfachsten Mitteln bewerkstelligen: Trockene hohle Pflanzenstängel im Garten nicht abschneiden, sondern einfach stehen lassen! Manche Bienenarten nisten gern in morschen Holzteilen, Wurzelstöcken oder toten Ästen. Für BastlerInnen bietet sich auch die Möglichkeit, einfache Brutröhren aus Hartholz anzufertigen.

Arten- und Lebensraumschutz hat in der Stadt Wien einen hohen Stellenwert und findet auf vielfältige Weise statt: Über Gesetze, über Programme wie z. B. das Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm "Netzwerk Natur", über umweltbildende Maßnahmen, aber auch durch das persönliche Engagement jedes Einzelnen. Mit diversen Folder will die Wiener Umweltschutzabteilung auch über wenig beachtete Tiergruppen informieren und ihnen damit entsprechenden Respekt und Toleranz zukommen lassen.

Die handliche, reich bebilderte Broschüre "Wildbienen in Wien. Ein Leitfaden" kann kostenlos bei der Wiener Umweltschutzabteilung bestellt werden:

* Foldertelefon: 01/4000-73420
* E-Mail: uk@m22.magwien.gv.at

Weitere Folder aus der Reihe "Netzwerk Natur":

* "Wiener Schnirkelschnecke & Co"
* "Mehr Schmetterlinge in Wien"

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06.01.2009