:: Vier Jahre Waste Watcher in Wien

Gackerl "aus Prinzip" nicht aufheben kann teuer kommen - 2000 Anzeigen im Vorjahr
Wien - Mehr als 17 Millionen gefüllte "Gackerl-Sackerl" landen jährlich in Wiener Mistkübeln - und nicht mehr auf der Straße. Die deutlich reduzierte Menge Hundekot auf dem Trottoir sei, so die Bilanz von Umweltstadträtin Ulli Sima (SP), wie auch viele andere "Mist-Erfolge" das erfreuliche Resultat aus vier Jahren Waste Watcher in der Hauptstadt.
Erstmals im Februar 2008 mit 30 Müll-Sheriffs ausgerückt, ist die Wiener Truppe mittlerweile auf 50 hauptberufliche Mitarbeiter angewachsen. Ihre drei Kernprobleme: illegal gelagerter Sperrmüll, herrenlose Einkaufswagen und die zahlreichen Hundehäufchen, die nicht im Sackerl, sondern am Gehsteig landen.
Die Zahl der illegal abgestellten Kühlschränke sei in diesen vier Jahren um fast 50 Prozent zurückgegangen, unachtsam abgelagerter Sperrmüll und "geparkte" Einkaufswagen seien um rund ein Drittel weniger geworden.
Bis zu 1000 Euro Strafe
Insgesamt haben die Waste Watcher rund 2000-mal im vergangenen Jahr Anzeige erstattet und etwa 3600 Strafmandate zu jeweils 36 Euro ausgestellt. Bei schweren Verschmutzungen kann es auch Anzeigen mit Strafen bis zu 1000 Euro geben.
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