:: Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen
Tabuthema Gewalt gegen Frauen
Jede fünfte Frau wird im Laufe einer Beziehung Opfer von Gewalt, so die Linzer Frauenstadträtin Eva Schobesberger. Die Politikerin rief die Aktion "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" ins Leben, um auf das Tabuthema aufmerksam zu machen.
Aktionstage
Der Auftakt für die Aktionstage ist am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Tag soll durch einen Umzug durch die Linzer Innenstadt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden, so die Linzer Stadträtin Eva Schobesberger.
Gewalt nachhaltig beenden
Bis zum 10. Dezember soll mit Seminaren, Workshops und Vorträgen auf das gesellschaftliche Problem hingewiesen werden. Oberösterreichweit wurden vom Gewaltschutzzentrum seit 1998 über 9700 Personen betreut, so Maria Schwarz-Schlöglmann. Mit der Beratung soll die Gewalt "nachhaltig beendet" werden können.
Zufluchtsstätte in Krisensituationen
Eine erste Zufluchtsstätte in Krisensituationen ist das Linzer Frauenhaus. 160 bis 180 Frauen mit Kindern wohnen pro Jahr in dieser Einrichtung. Zusätzlich werden über 1.000 anonyme und kostenlose Beratungen durchgeführt, so Karin Forstner: "Die Frauen erwartet vor allem ein offenes Ohr." Ohne Zwang und Druck sollen die Frauen selbst entscheiden können, welchen Weg sie einschlagen wollen.
Frauen mit Migrationshintergrund
Auch bei Frauen mit Migrationshintergrund steige die Zahl der Anzeigen, so Luzenir Caixeta. Problematisch seien vor allem Beziehungen in denen eine Ausländerin mit einem Österreicher verheiratet ist. Besonders Probleme bereiten in diesen Fällen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die finanzielle Abhängigkeit der Frauen.
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