:: Bäder sorgen für ungetrübten Badespaß in bester Wasserqualität
Bäder sorgen für ungetrübten Badespaß in bester Wasserqualität
An die 100.000 Badegäste stürmen bei hochsommerlichen Temperaturen täglich Wiens Bäder. Damit jeder Badegast in den Genuss höchster Wasserqualität kommt, wird pro Badegast rund 50 Liter Frischwasser zugeführt und modernste Filtersysteme sorgen dafür, dass das Wasser sauber und frisch bleibt.
Bereits beim Einstieg ins Schwimmbecken verdrängt jeder Badegast rund 100 bis 150 Liter Wasser, das von der Überlaufrinne aufgenommen wird. Dort verschwindet es vorerst einmal, um nach einiger Zeit erfrischt und gereinigt wieder von den Bodendüsen ins Becken einzuströmen. Das übergelaufene Beckenwasser wird in einem Ausgleichsbecken gesammelt, mit Frischwasser angereichert und gereinigt. Dabei werden für jeden Badegast der Wiener Bädern nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen mindestens 30 Liter Frischwasser, sondern an besonders starken Badetagen durchschnittlich rund 50 Liter zugeführt.
"Es ist uns sehr wichtig, in den Wiener Bädern für unsere KundInnen die besten Voraussetzungen zu bieten. Dazu gehört auch die konstant hohe Wasserqualität", erklärt Bäderchef Hubert Teubenbacher. Das zugeführte Frischwasser ist bei Weitem mehr, als durch Verdunstung oder durch die Badegäste aus dem Becken verschwindet. "Aus gutem Grund", so Teubenbacher, "denn wenn wir nur das Frischwasser zuschießen würden, das durch die Gäste verschwindet, könnte die Qualität des Wassers keinesfalls erhalten werden. Die Frischwasserzufuhr ist erforderlich, um den Anteil an gebundenem Chlor, welches erst für den typischen Chlorgeruch verantwortlich ist, wieder zu senken. Organischen Substanzen, die der Mensch vor allem durch Schweiß in das Schwimmbecken abgibt, werden durch das Desinfektionsmittel Chlor oxidiert, wodurch gebundenes Chlor entsteht.

Insgesamt befinden sich in den Schwimmbecken der Wiener Bäder rund 31 Millionen Liter Wasser, das im Laufe eines Badestages rund vier mal den Reinigungskreislauf durchläuft. Erst kommen Grobfilter zum Einsatz, die grobe Partikel entfernen. Danach wird das "erstgereinigte" Wasser, mit Frischwasser und einem Flockungsmittel versehen, zu einem Mehrschichtfilter transportiert, wo Quarzkieskörner jede feinste Verunreinigung herausfiltern. Damit das mittlerweile recht kühl gewordene Nass wieder eine angenehme Badetemperatur erreicht, läuft es noch über solargespeiste Wärmetauscher. Zuletzt werden sämtliche Keime, die der Mensch an das Wasser abgibt, unschädlich macht. Es folgt noch die Regulierung des PH-Wertes und dann ist es soweit: Dann erst darf das Wasser zurück ins Becken. "Die Filteranlagen der Wiener Bäder sind auf modernstem Standard und garantieren immer eine optimale Wasserqualität", so Teubenbacher.
Aber auch das verbrauchte Beckenwasser wird in mittlerweile 6 Bädern nicht mehr in den Kanal geleitet. Es wird über spezielle Aktivkohlefilteranlage geleitet, wo Chlor und organischen Substanzen entfernt werden. Damit erreicht es eine Qualität, die zur Bewässerung der Grünflächen geeignet ist.
In 22 von 38 städtischen Badeanlagen stehen bereits Solaranlagen zur Erwärmung von Becken- und Brauchwasser zur Verfügung, 13 davon in den Sommerbädern. Mit ca. 16.000 m2 Sonnenkollektorenfläche ist die Magistratsabteilung 44 die größte Solaranlagenbetreiberin Wiens. Die Wärmelieferungen aus den Solaranlagen ergeben eine Einsparung von jährlich 6.360 Mw/h Energie bzw. 850 Tonnen CO2.
|
|||
| Im Feld "Partner-Login" können Sie sich anmelden um Ihren Eintrag auf stadtwien.net zu verwalten. Benutzername und Paßwort erhalten Sie von uns bei der Registrierung. Noch nicht registriert? Hier kommen Sie zur |
|||
